Unsachgemäßer Umgang mit Grillanzünder löste auf dem Gelände des Waldkindergartens Altenstadt eine Kettenreaktion aus: Rund 20 Personen wurden dabei verletzt und irrten in Panik durch den Wald. Das Feuer breitete sich aus und verursachte einen Waldbrand der sich wegen der langen Sommertrockenheit schnell ausbreitete. So lautete das Szenario der bis dato größten angelegten Waldbrandübung der Jugendfeuerwehren aus Altenstadt, Florstadt und der Malteserjugend aus Altenstadt.
Alle Wehren wurden samstags um ca. 13:30 Uhr mit dem Stichworten „Waldbrand am Waldkindergarten Altenstadt, mehrere Verletzte“ alarmiert. Nach Eintreffen der beiden Löschzüge und der Malteser war schnell klar das bei dieser Großschadenslage in 4 Abschnitte aufgeteilt werden musste, nämlich in Wasserversorgung, Brandbekämpfung, Personensuche, Rettung und Erstversorgung. Die Wasserversorgung wurde zuerst von allen vorhandenen Tanklöschfahrzeugen aufgestellt und schließlich von einer zusätzlichen 300 Meter langen B-Leitung gesichert, die aber nach kurzer Zeit leider zusammenbrach. Trotzdem konnten jeweils 9 C-Rohre von den Jugendfeuerwehren aus Florstadt und Altenstadt vorgenommen werden. Alle gefundenen Verletzten wurden schnellstmöglich zum Behandlungsplatz gebracht, wo ihre „künstlichen“ Brandwunden und Knochenbrüche von der Malteserjugend professionell versorgt wurden, die zuvor Feldbetten, Sauerstoff und EKG-Geräte bereitstellten.
Nach einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle und alle Verletzten versorgt, die übrigens von den Bambinis aller Jugendfeuerwehren gestellt wurden.
Schließlich bleibt zu sagen, dass diese Großübung nur durch die lange Vorarbeit der Jugendwarte Andreas Frank (Jugendwart JF-Altenstadt), Andreas Wirsing (Jugendwart JF-Stammheim), Rene Hacker (Gemeindejugendfeuerwehrwart Altenstadt), Sascha Riemer (Gemeindejugendfeuerwehrwart Florstadt) und Lina Kaschmieder (Jugendwartin Malteser) entstehen konnte.
Bilder folgen