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Donnerstag, Februar 23, 2012

Die Chronik der Jugendfeuerwehr Altenstadt

Mittlerweile können wir bei der Jugendfeuerwehr auf 41 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Um heraus zu finden, wer die Jugendfeuerwehr gegründet hat, mussten wir ziemlich viel erfragen und erforschen. Leider lässt sich auch durch viele Befragungen nicht all zu viel über die Jugendfeuerwehr zwischen den Jahren 1970 bis 1997 sagen. Allerdings wissen wir, dass es auch Höhen und Tiefen in dieser Zeit in der Jugendfeuerwehr gab.

Das offizielle Gründungsjahr der Jugendfeuerwehr ist 1970. Der damalige Wehrführer Erwin Dächer ist offizieller Gründer. Als erster Jugendwart wurde in Schriften ein Herbert Euler genannt. Die Jugendgruppe traf sich damals schon jede Woche einmal. Ein geeigneter

Jugendraum stand zu seiner Zeit noch nicht zur Verfügung, so dass man sich im

„Alten Feuerwehrgerätehaus“ oder auf dem Vorplatz traf. Zur Durchführung von Übungen musste man entweder zur Nidder fahren oder an die Limesschule gehen.

Dieser Zustand änderte sich erst mit dem Bau des „Neuen Feuerwehrgerätehauses“. Trotz der zu Anfang sehr widrigen Umstände, fanden sich sehr schnell 15 – 20 Jugendliche im Alter zwischen 11 und 15 Jahren, die Spaß daran hatten, nicht nur mit feuerwehrtechnischem Gerät zu arbeiten, sondern außerdem Wettkämpfe, Zeltlager, Ausflüge, Schwimmbadbesuche, Nachtwanderungen etc. zu bestreiten.

Im Jahr 1975 stellte Herbert Euler sein Amt zu Verfügung. Der neue Jugendwart hieß Kurt Günther und was damals noch keiner wusste, ist er derjenige, der die Jugendfeuerwehr die nächsten 22 Jahre betreute. In dieser Zeit wurde die Jugendfeuerwehr überhaupt erst in Deutschland zum Gespräch und mit der Zeit entwickelten sich immer mehr Jugendfeuerwehren. Es wurden Zeltlager und auch die ersten Spiele ohne Grenzen veranstaltet.

1995 war dann das 25 Jährige Jubiläum, an dem ein Spiel ohne Grenzen stattfand und auch gegrillt wurde.

Nach seiner Amtszeit hat Kurt Günther sein Amt 1997 an seinen Sohn Kai Günther übergeben. Er war selbst lange Zeit in der Jugendfeuerwehr und hatte nun die Aufgabe, die Jugendlichen zu betreuen. Zu erwähnen ist, dass der heutige Jugendwart zu diesem Zeitpunkt in die Jugendfeuerwehr eingetreten ist!

In den folgenden Jahren standen viele Aktivitäten auf dem Programm, wie z.B. viele Nachtwanderungen oder Zeltlager und natürlich auch der Stand auf dem Weihnachtsmarkt, der seine Tradition noch bis heute hat. Damals wurden noch viele Sachen selbst gebastelt und danach auf dem Weihnachtsmarkt verkauft. Heute findet das bei den Jugendlichen leider keinen Anspruch mehr. 1999 fand zusammen mit der Jugendfeuerwehr Oberau eine Ferienfreizeit ins Haus Andreas statt, an dem viele Ausflüge auf dem Programm standen. Im Jahr 2000 feierte die Jugendfeuerwehr ihr 30jähriges Jubiläum und Kai Günther organisierte ein Großes Fest. Zu diesem Anlass gab es einen Showtanzabend, der auch von vielen Vereinen genutzt wurde. Alle hatten sehr viel Spaß, den einzelnen Gruppen zu zuschauen.

Auch ein Spiel ohne Grenzen war ein Teil dieses Festes. Dessen Hauptaufgaben bestanden darin, so nass wie möglich zu werden. Es war ja schließlich Sommer. Im Großen und Ganzen ein sehr schönes und gelungenes Fest.

Irgendwann in dieser Zeit wurde dann auch eine weibliche Betreuerin gebraucht, da auch mehrere Mädchen den Weg zur Jugendfeuerwehr fanden. Christine Scherz war ab ca. Ende 1999 für dieses Amt ernannt worden.

Nun hatte man neben den sonstigen Helfern noch eine weibliche helfende Hand. In den kommenden Jahren stellt sich heraus, dass Christine einen großen Beitrag zur Jugendfeuerwehr leistete, denn sie ist bis heute aktiver Helfer der Jugendfeuerwehr.

Im Jahr 2000 stellte Kai Günther sein Amt zu Verfügung und Christine Scherz hatte sich dazu bereit erklärt, diese schwere Aufgabe zu übernehmen.

Um auch mal ein paar Zahlen nennen zu können, schauen wir uns den Jahresbericht von 2000 an. Es wurden insgesamt 14 Jugendliche gemeldet, worunter auch zwei Mädchen waren. Es wurden  80 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung absolviert und 122 Stunden allgemeine Jugendarbeit. Allein im Jahr 2000 wurden von den Jugendwarten und Betreuern 200 zusätzliche Stunden für Weiterbildung und Sitzungen abgehalten.

Im Jahr 2002 hatte sich Christine Scherz auch noch in den Kreisjugendfeuerwehr-Ausschuss wählen lassen und war mit der Zusammenarbeit mit anderen Vereinen verantwortlich.

Da sie die Arbeit nicht mehr alleine bewältigen konnte, wurde ein stellv. Jugendwart gesucht. Christian Schlüter, der zu diesem Zeitpunkt Betreuer der Jugendfeuerwehr war, wurde schnell gefunden und übernahm das Amt des stellv. Jugendwartes ab dem Jahr 2003.

Auch in diesem Jahr wurde eine Tradition geboren. Christine Scherz hatte eine tolle Idee, die bis heute noch Bestand hält.

Der Weihnachtsmarkt lief in den letzten Jahren nicht mehr so gut und es musste was Neues her, etwas besonderes. Als Lösung wurde die Thüringer Wurst benannt. Ein Metzger, der seinen Schlachthof in Thüringen hat, genauer im Ort Bösleben, ist mit Christine Scherz verwandt und man entschloss sich am Tag vor Beginn des Weihnachtsmarktes, Christine nach Bösleben zu schicken, um originale Thüringer zu kaufen. Gesagt, getan.

Seit diesem Tag fährt jedes Jahr ein Feuerwehrmann am morgen des Weihnachtsmarkts dort hin und holt frische Thüringer, die dann am Weihnachtsmarkt von der Jugendfeuerwehr auf dem Weihnachtsmarkt verkauft wurden. Die Altenstädter waren sehr erfreuet darüber, denn ihnen scheint die Wurst sehr zu schmecken. Seit diesem Tag werden es von Jahr zu Jahr immer mehr Würstchen, die die Jugendfeuerwehr am Weihnachtsmarkt verkauft.

Ab dem Jahr 2004 musste Christine Scherz ihr Amt aus beruflichen Gründen abgeben. Christian Schlüter, der zu diesem Zeitpunkt stellv. Jugendwart war, übernahm die Stelle. Aber auch er konnte diese Aufgabe nicht alleine tragen und holte sich mit Andreas Frank einen sehr guten Stellv. Jugendwart mit ins Team.

2005 feierte die Jugendfeuerwehr ihren 35. Geburtstag. Es wurden alle Jugendfeuerwehren aus der Großgemeinde eingeladen und zusammen ein Spiel ohne Grenzen veranstaltet, bei dem auch die Einsatzabteilungen der jeweiligen Wehr antreten mussten.

Im Jahr 2006 bis Anfang 2007 sah es mit der Jugendfeuerwehr gar nicht so gut aus. Einige der Jugendlichen wurden in den aktiven Dienst der Einsatzabteilung übernommen, was natürlich gut war, aber neue Mitglieder sind nicht dazu gekommen. Zu dieser Zeit waren lediglich 4-5 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr und mancher hat nicht wirklich daran geglaubt, dass diese Zahl wieder nach oben gehen wird. Auch in ganz Deutschland gab es Probleme und einige Einsatzabteilungen hatten große Nachwuchssorgen. Sogar Jugendfeuerwehren wurden geschlossen, weil keine Mitglieder mehr kamen.

In der Jugendfeuerwehr hat sich die Situation Gott sei Dank wieder gewendet. Wir können für das Jahr 2008 wieder mit stolzen 16 Mitgliedern werben. Auch davon werden einige Jugendliche in die Einsatzabteilung übergehen. Man hofft nur, dass auch immer wieder neue nachkommen werden.

Die Übernahme in die Einsatzabteilung zeigt immer wieder, dass es den Jugendlichen Spaß macht und dass die Arbeit der Jugendwarte und deren Helfern doch von Erfolg ist.

Seit 2004 arbeiten Christian Schlüter und Andreas Frank als Team zusammen und wollen auch weiterhin schöne, spaßige und vor allem erfolgreiche Jahre mit den Jugendlichen verbringen.

Im Jahr 2009 stellte Christian Schlüter sein Amt aus beruflichen Gründen zur Verfügung. Andreas Frank wurde dann zum neuen Jugendwart gewählt. Zum stellv. Jugendwart wurde Rene Hoffmann gewählt. 2011 hatte die Jugendfeuerwehr Altenstadt 18 Mitglieder davon 2 Mädchen und 16 Jungen.